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Arktis - Grönland und Spitzbergen

Andreas Zimmermann Multivision von
Andreas Zimmermann

Zwanzig Jahre nach unserem Projekt "Abenteuer Yukon" ist dies die zweite Produktion, welche wir gemeinsam realisieren. Der Hohe Norden zieht uns seit je in seinen Bann und unsere Gedanken schweifen zurück zu den ersten Polarreisenden, welche sich vorwagten die letzten weissen Flecken unseres Erdballs zu erforschen. Einer von ihnen war der Geophysiker Alfred de Quervain, welcher 1912 erstmals das mittelgrönländische Inlandeis überquert hat. Unsere Grossmutter hat uns einige Male von de Quervain erzählt, denn er war ihr Onkel.

Es liegt uns fern, den Spuren von de Quervain zu folgen, obwohl dies genau 100 Jahre nach seiner Erstbegehung durchaus seinen Reiz gehabt hätte. Das Inlandeis ist jedoch eine unwirtliche Gegend, in der kein Leben mehr möglich ist. Lieber halten wir uns deshalb an die Küstenregionen, welche mit spektakulären Landschaften und einer vielseitigen Fauna und Flora aufwarten.

Im Jahre 982 flüchtete der Wikinger Erik der Rote aus Island und landete in der Nähe von Brattahlíð im Südwesten der Insel, welche er in der Folge "Grünland" nannte. Dank der mittelalterlichen Warmzeit war die Vegetation damals wohl üppiger als heute, doch auch heutzutage überrascht der Süden mit einem milden Klima. Die Küste dort ist landwirtschaftlich geprägt. Die Grönländer produzieren hier das wahrscheinlich beste Lammfleisch der Welt.

Mit dem Postschiff geht die Reise von Ort zu Ort Richtung Norden bis nach Ilulissat, dem touristischen Zentrum von Grönland. Die Landschaft wird gegen Norden immer karger, bis plötzlich riesige Eisberge auftauchen. Es ist der Gletscher Sermeq Kujalleq, welcher seine Eismassen in der Nähe von Ilulissat ins mehr Meer ergiesst. Gigantische Eisberge im Licht der Mitternachtssonne, Walbeobachtungen und eine Umrundung der Diskoinsel mit einem alten 3-mastigen Schoner sind weitere Höhepunkte aus Grönland.

In Spitzbergen befinden wir uns definitiv im Reich der Eisbären, welche die rund 2500 Einwohner wohl bei Weitem an der Zahl übertreffen. Ausserhalb der engen Grenzen der wenigen Ortschaften darf man sich deshalb nur mit einem bewaffneten Führer bewegen. Strassen sind ausserhalb der Ortschaften inexistent, so dass im Sommer die beste Fortbewegungsart das Boot ist. Mit einem Eisbrecher erreicht man fast jedes Ziel und so gehen wir auf Entdeckungsfahrt nach Eisbären, Robben, Walrossen und Vogelfelsen.

Die MS Ortelius ist ein Schiff der stärksten Eisklasse für Passagierschiffe. Langsam schiebt sie sich durchs Eis auf der Suche nach dem Polarbären. Die versierte Mannschaft, um unseren chilenischen Kapitän Ernesto Barria Vargas, weiss genau wo die Chancen in dieser unendlich scheinenden Eiswüste am Grössten sind. Und plötzlich steht er vor uns: Ursus maritimus, der Eisbär. Mit Leichtigkeit bewegt er sich von Eisscholle zu Eisscholle, taucht ins Wasser ab und erklimmt die nächste Scholle. Danach räkelt er sich auf dem Eis, um die Wassertropfen aus seinem Fell zu kriegen. Wir folgen ihm langsam, aber er lässt sich von uns in keiner Art und Weise stören. Es ist beruhigend auf dem sicheren Deck zu sein, denn der Polarbär ist ein reiner Fleischfresser und eines der letzten grossen Raubtiere dieser Erde. Ihn in seinem natürlichen Habitat zu beobachten ist ein unvergleichliches Erlebniss und der absolute Höhepunkt einer Spitzbergen-Reise. Geniessen wir es also und tragen Sorge zu ihm!

›››› Diese Show ist auch auf DVD erhältlich

Walrossherde

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